2015 – J.B.O. 20 Jahre „Explizite Lyrik“

Der 29.10.2015 war ein ganz besonderer Tag für J.B.O., aus zweierlei Sicht. Denn zum einen fanden sich die 4 Musiker im Capitol in Hannover ein, um das 20 jährige Jubiläum Ihres im Jahre 1995 veröffentlichten Longplayers „Parentales Advisorium Explizite Lyrik“ zu feiern, und zum zweiten war es auf den Tag genau 26 Jahre her, als J.B.O. ihr erstes Konzert gaben. Nun in der Zeit haben sich wohl einige Dinge geändert, sicherlich waren die Bühnen damals kleiner, die Gäste nicht so zahlreich, aber eines ganz bestimmt nicht …
… nämlich die Garantie, daß ein J.B.O Konzert immer für einen extrem tollen Abend mit guter Musik, viel Spass und Power und Energie steht. Aber fangen wir von vorne an. Am Eingang viel auf, das Stepfather Fred, die Vorband des Abends,  allen Gästen Feuerzeuge mitgebracht hatten und diese am Eingang kostenlos verteilten. Warum dieses so, war sollte sich im weiteren Verlauf noch herausstellen. Die Halle füllte sich schnell, sowohl auf dem Parkett als auch auf dem oberen Rang, und die Zeit verging bei einem schaumigen Kaltgetränk schnell, bis die Vorband Stepfather Fred die Bühne betrat. Zunächst fiel auf, dass an den Drums ein unbekanntes und junges Gesicht saß. Der Stammdrummer Christopher „Willi“ Wilhelm, war erkrankt und konnte den Gig nicht spielen, so übernahm ein junger Drummer seinen Part … und das mehr als gut. Sänger Basti hebt gegen Ende des Gigs nochmal hervor, dass der Gastdrummer nur ganz wenig Zeit hatte die Stücke von Stepfather zu lernen und dass sie richtig froh und dankbar seien, dass er so kurzfristig als Ersatz eingesprungen ist. Und in der Tat, er spielte alle Stücke als ob er nie etwas anderes getan hätte, und überzeugte auf ganzer Linie. Auch der Rest der Band macht ordentlich Stimmung und lieferte ein super Auftritt ab. Gegen Mitte, des etwa 30 minütigen Sets, verließen Stepfather Fred die Bühne und spielten in Mitten der Fans einen Song unplugged. Hier kamen auch die eingangs erwähnten Feuerzeuge zum Einsatz. Denn alle Gäste sollten diese während des Songs in die Höhe halten und somit für ein wundervolles Ambiente während des Songs sorgen. Die Fans wurden von Stepfather Fred gehörig und mit voller Energie angeheizt, kein Wunder, die Heavy Alternative Rock Band aus dem Süden in Deutschland, beweist das Sie richtig Bock haben Musik zu machen, die Leidenschaft und die Energie, gepaart mit den klasse Songs von Stepfather Fred passte ideal zu einem Gig als Vorband von J.B.O. Nach einer kurzen Umbauphase gegen 21 Uhr war dann Showtime für den Hauptact. Obwohl die Tour „20 Jahre Explizite Lyrik“ heißt starteten Sie nicht mit einem Song von diesem Album sondern mit 3 jüngeren Songs. Zum einen Weil Bolle einfach nicht fehlen durfte und zum zweiten dachten sich J.B.O wohl, dass ein Konzert bestehend „nur“ aus Songs der Expliziten Lyrik vielleicht etwas zu kurz werden könnte. Aber nach den ersten Songs hauten J.B.O alle Titel des Jubiläumsalbums heraus.

Von „Kuschelmetal“, „Frauen“ über „Schlumpfozid im Stadtgebiet“, „Rache“, „Könige“ bis hin zu „J.B.O“ spielten sie wirklich alle Songs dieses Albums. Und genau das kam bei der Menge einfach nur an, es wurde gepoged, mit den Haaren geschwungen, mitgesungen und gefeiert bis sich die Balken auf dem Oberrang bogen (dieser wippte in der Tat etwas). Selbst einen Song, wo ich mich im Vorfeld fragte wie dieser wohl live funktionieren kann „Odyssee auf UKW“ fehlte nicht. Die Fans, welche wirklich ausnahmslos jeden Song und deren Texte aus dem ff kannten, sangen alles mit und auch J.B.O. merkte man an, dass der Band die „ollen Kamellen“ richtig Spaß machten. Nach dem „Explizite Lyrik Set“, folgten noch zwei weitere Zugabenblöcke, bestehend auf insgesamt 5 Songs bevor J.B.O. die Bühne verließen und sich nur 15 Minuten später wieder im Vorraum einfanden um Autogramme zu geben. Eine Wahnsinnsshow, fand gegen 23:30 ihr Ende. Und natürlich darf man nicht vergessen, das die beiden Animateure welche bei J.B.O. zum Programm dazu gehören alles gaben um die Songs mit entsprechenden Showeinlagen zu untermalen. Sei es als Vader Abraham, als „sexy“ Frauen, als Mann auf dem Klo mit Verstopfung … oder als Schilderhalter bei diversen Songs … sie sind einfach lustig und machen ein J.B.O. Konzert zu dem was es ist .. ein toller Abend, mit viel Show, toller Musik und einer Band die gerne noch die nächsten Jahrzehnte Ihre Songs unters Volk bringen soll, denn man befindet sich ja erst im Mittelalter!