CD-Preview: Exit to Eden – Love and Other Nightmares

Die Gothic-Rock-Band Exit to Eden kommen nach der Vervollständigung ihres Line-Ups 2018 endlich mit neuem Material aus dem Studio. Im Januar 2020 erscheint ihr Minialbum „Love and other Nightmares“ bei NRT-Records. Mit einem ziemlich eindrucksvollen Intro zu „Love and other Nightmares“ melden sich Exit to Eden mit ihrem mittlerweile vierten Studiooutput zurück. Eine kurze Geschichte darüber was Liebe mit einem machen kann oder einem antun kann, leitet die EP ein und macht Neugierig was in den folgenden 6 Songs noch auf den Hörer zukommt. In “Goth ‘N’ Roll Head” erzählt Exit to Eden eine Geschichte die gleichzeitig ihr Genre präsentiert. … Weiterlesen …

CD-Review: Mono Inc. – Symphonic Live

MONO INC. sind von den Bühnen Deutschlands schon seit längerem nicht mehr wegzudenken. Sie haben sich nicht nur in den Köpfen der schwarzen Szene festgesetzt, sondern sind auch aus den Köpfen der Mainstream-Hörer nicht mehr wegzudenken. Nachdem Sie 2009 ungemein positive Resonanz als Support für Subway to Sally und ASP bekamen, fuhren MONO INC. 2010 ihre erste Headliner-Tour und danach als Support bei der Jubiläumstour von Unheilig mit. Dieser Schritt bedeutete das Ankommen MONO INC.s auf den großen Bühnen und auch das Ankommen in der Bekanntheit.

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CD-Review: TÜSN – Trendelburg

Trendelburg. Ein Entschluss. Der Blitzschlag nach der Schuld. Nun sind die Berliner mit nordhessischen Wurzeln aus der Findungsphase, schreiten auf selbstgestampften Wegen. Sagenhaft dramatische Populärmusik ist das, immer etwas drüber. Diesmal mit Gitarre unterm Deckmantel, Wondratscheck im Geiste und kopulierenden Gegensätzen überall: mal härter und kantiger, mal runder und redseliger. Distanz in jedem Wort, Zweideutigkeit in jeder Wendung. So schaffen Sie Nähe und neue Bilder. Schachtel sitzt auf Schachtel. Und trotzdem ist alles im Fluss. Das, so sagt man, kann man nicht verkaufen, damit muss man sich beschäftigen! Um sich wiederzufinden und einmal neu zu verorten. Schließlich geht jede Bleibe zurück auf das Nachdenken über einen Ort derer, die an diesem ihr Zuhause suchen. Oder ist es Weltflucht? TÜSN bieten Verlies von Fragen. Der Keller von Trendelburg ist randvoll und angerichtet. Ein existentialistisches Pop- Purgatorium, ein erlösender Stich für die digitale Blässe. For Good. Enjoy the Zweifel.

Die Tracks:

Der Titelsong Trendelburg leitet mit Synthetischen Beats das Album ein. Ansonsten werden die größten Herrscher*innen der Geschichte aufgezählt und eine Party mit Gästeliste gefeiert. Zweifel zeigt auch die ruhigere und liebevolle Seite von TÜSN. Während weiterhin Synthesizer im Hintergrund die Instrumente aufpeppen singt Stefan „Snöt“ Fehling von Lebenszielen und Sehnsüchten. Der dritte Song Melanchotherapie ist mit seinem ziemlich außerirdischen Melodien etwas besonderes auf dem Album. Der ganze Song ist auch sehr gefühlvoll und wie der Titel schon erahnen lässt bringt der ganze Song eine melancholische Stimmung mit sich. Kranke heile Welt war die zweite Singleauskopplung, welche aus Trendelburg veröffentlicht wurde. Die Musik ist mit einem leisen Klavier ruhiger, bis der Refrain mit Chor ähnlichen Gesängen einsetzt. Mit einem sehr romantischen jedoch auch Weltkritischen Text hat sich dieser Song ganz schnell zu einem meiner Lieblingssong entwickelt Auch Scheitern klingt wie ein romantischer Kummersong ans Leben. Ich liebe die Melodie die sich durch den ganzen Track zieht und perfekt mit der Stimme harmoniert. Es ist der perfekte Song um Tagträume hervorzurufen und sich einfach fallen zu lassen. Schwarzer Lambada beginnt mit rythmischen Gitarrentönen und einem Bass im Hintergrund und ist ansonsten auch eins der Lieder die man am besten auf voller Lautstärke hören sollte. Während Made in Germany noch sehr kritisch auf Kritisch auf Deutschland und die ganze Gesellschaft blickt  ist Küsn ein echter Mutmacher um mal aus seiner eigenen Haut rauszukommen, verpackt in liebevollen Botschaften und einem Lied wo einem die Schmetterlinge im Bauch rumfliegen. Der Song Schlaflose Inkubation bringt nach dem Liebessong noch einmal ein wenig Schwung in das Album, gesungen wird hierbei von Zusammenhalt, Zuneigung und davon einfach mal alles loszulassen. In Noch mehr ist eindeutig ein großer Herzschmerz verarbeitet und man merkt das die Gefühle noch lange nicht erloschen sind. Das Album endet mit dem Song Letzter Tag in dem es erneut um Abschied und Verluste geht.

Fazit:

Ich habe mich beim hören sehr schnell in TÜSN und dieses Album verliebt. Beim hören erinnern Sie mich ab und zu an Dransal. In elf Tracks schafft das Trio es nahezu perfekt Gefühle beim Erwachsenwerden wiederzugeben und lässt dabei viel Raum für Interpretationen und Träume. Mir gefällt der Stil der Band, der sich mit Trendelburg definitiv weiterentwickelt hat. Besonders Trendelburg, Melanchotherapie und  Küsn haben es mir sehr angetan und ich werde das Album definitiv noch sehr oft hören.

TÜSN – Trendelburg

Veröffentlichung: 08. März 2019 – TÜSN
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CD-Review: Relinquished – Addictivities (Part.1)

Seit mehr als 15 Jahren stehen die Tiroler Extreme-Metaller von Relinquished auf der Bühne und melden sich, treffend zu ihrem Jubiläum im Januar 2019, mit ihrem neuen, dritten Album Addictivities (Part 1) zurück. Damit haben Sie ein Werk erschaffen, das mit seiner Fusion aus Death-/Black-Metal und Progressive-Metal die Band von ihrer bisher rauesten und düsteren Seite zeigt. Thematisch dreht sich der erste Teil des dreiteiligen Konzeptalbums um den drogensüchtigen Protagonisten Daniel

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CD-Review: Die Dorks – Der Arsch auf Deinem Plattenteller

Die metallisch angehauchte Band mit sechs Mitgliedern rund um Frontfrau Lizal hat im Oktober 2018 ihr 6. Album veröffentlicht. Während Sie am Anfang als simple Deutschpunkband bekannt waren beweisen Sie heute auf ihrem Longplayer was sie alles drauf haben und das auf rund 75 Minuten! Wer massentaugliches Popgedudel und lückenfüllende „Oh-Oh-Oh“ Chöre sucht ist bei DIE DORKS an der falschen Adresse. Die Songs wechseln sich ab mit aggressiven und melodischen Riffs. Das ganze passiert quer durch alle Subgenres des Heavy Metal und Rock. Ein Genre zu finden? Unmöglich!

Die Tracks:

Das Album beginnt wie viele 08/15 Alben heutzutage: mit einem instrumentalen Intro. Nur das sich DIE DORKS hier natürlich nicht den Moment nehmen lassen um ganz klar ihre Meinung zu sagen. Wer bei Der Producer hat gesagt, wir brauchen ein Instrumentalintro etwas ruhiges einleitendes erwartet kennt DIE DORKS nicht, mit Gitarrensoli und einer deutlichen Ansage, die einem deutlich bewusst macht wie heutzutage die Standards und Regeln im Musikbuisiness sind, leitet die Band das Album einfach genial ein. Das Thema wird im folgenden Song Der Arsch auf meinem Plattenteller weitergeführt und erzählt dabei wie eine mittlerweile erfolgreiche Person die ihre Texte nicht mehr selber schreibt damit der Erfolg nicht ausbleibt. Der dritte Song auf dem Album handelt von einem sehr wichtigen Thema: dem Drang nach Aufmerksamkeit und Sozialen Medien. Das vierte Lied ist definitiv das gesellschaftskritischste von allen auf dem Album. In Die Trümmer der Zivilisation verdeutlicht die Band nur noch einmal mehr, dass wir an unserer Lebensart etwas ändern müssen. Man hält die in dem Song besungenen Menschen zwar für Primaten aber dafür sind sie glücklich und müssen nicht mit zum Beispiel Gift in ihrem Wasser kämpfen. Während Zu lange Winter in Berlin und Barrikaden aus Fleisch und Blut eher negativ auf die Gesellschaft blicken, motiviert mich Sinn des Lebens mal ein wenig mein Leben in den Griff zu bekommen und einfach mal Dinge in Angriff zu nehmen, die ich normal innerlich verstecke und jedes mal ein schlechtes Gewissen bekomme wenn ich wieder in Gedanken darauf stoße. Mehr als nur verschwendete Jugend erzählt eine ganze Geschichte über Jugendsünden. Der Song Wo die Musik noch offline spielt ist für mich eindeutig am nachvollziehbarsten. Mit Zeilen wie „Und wieder wirst du nicht am Eingang steh’n, denn deine Lieblingsbands kannst du auf Youtube seh’n“ bringt die Band mich in Gedanken sofort an stundenlanges frieren vor Konzerten und hat sich damit direkt in mein Herz gespielt. Mit etwas Abwechslung fängt Am Tresen einer anderen Stadt mit einem Klavierintro an und erzählt dann das es total in Ordnung ist „anders“ zu sein, auch wenn es anderen nicht gefällt. Das die Band gerne ihre Meinung in Songs unterbringt habe ich von Anfang an gemerkt, auch das lassen sie sich nicht nehmen und beschweren sich über die heutige Underground Kultur. Mit einem Gitarrenintro fängt Wenn die Angst zum Zeitgeist wird an. Diesmal singt Lizal von Ängsten und Vergangenheit. Der Song mit dem wichtigsten Text ist für mich Die Zeit der Lügengesten. Es geht darum das wir aufrecht bleiben müssen und in Zeiten von Rassismus und Terror hinter unserer Meinung stehen müssen.  Weil es jeder von uns braucht ist wohl das ruhigste Lied auf Der Arsch auf deinem Plattenteller. Bei Zu fett für deine Lederjacke ist das einzige Feature auf dem ganzen Album: Wölfi Kassierer. Der Sänger der Satire-Punkband Die Kassierer singt zusammen mit Lizal über einen Menschen der es einfach nicht nötig hat sich zu beweisen da er einfach einer dieser Typen ist die man gern in seiner Nähe oder in seiner Stadt hat. Im vorletzten von den siebzehn Songs erzählen DIE DORKS erneut was ihre Musik ausmacht, aber versteckt in einer Entschuldigung mit rhetorischen Fragen an die Zuhörer. Und was wäre ein möchte gern 0815 Album ohne einen versteckten Song? Natürlich haben DIE DORKS sich auch da etwas lustiges ausgedacht und teilen ihren Fans in Hidden Dreck mit was sie von Hidden Tracks halten.

Mein Fazit:

DIE DORKS haben echt einiges auf dem Kasten. Mir gefallen die gesellschaftskritischen Texte, die auf literarischem Niveau geschrieben sind. DIE DORKS nehmen kein Blatt vor den Mund und sagen deutlich ihre klar antifaschistische Meinung. Das Album ist ein extrem wilder Mix und super abwechslungsreich gestaltet. Die ganze Band verdient meiner Meinung nach viel mehr Aufmerksamkeit – DIE DORKS sind einfach genial.

Die Dorks – Der Arsch auf Deinem Plattenteller

Veröffentlichung: 19. Oktober 2018 – Coretex Records
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Das Album könnt ihr hier vorbestellen: Audio CD | Digital DownloadVinyl