CD-Review: Dust in Mind – From Ashes To Flames

Der Puls steigt, die Flammen lodern: Pures Adrenalin schießt durch die Adern und das Metall, mit dem DUST IN MIND ihre ballernden Riffs und groovenden Melodien durchziehen, sprüht Funken. Die Gesellschaft steht vor dem Abgrund, ein rauer Wind weht den letzten Aufständischen ins Gesicht – „This Is The End“, um es mit den Worten von DUST IN MIND zu sagen. Die Band aus Frankreich liefern den Soundtrack dazu: Wie ein Phönix aus der Asche schütteln die Franzosen sämtliche Altlasten ab, fluten die Gehörgänge mit modernem Metal, und präsentieren mit From Ashes To Flames ihr neues Album! Elektronische Klangfäden und Industrial Einflüsse, die den Vergleich zu PAIN erlauben, winden sich durch die Gehörgänge und verbinden sich mit schneidenden Gitarren zu einem musikalischen Cocktail, der angesichts der Dynamik und Energie, welche die Songs von DUST IN MIND in sich tragen, permanent zu explodieren droht. From Ashes To Flames ist ein Nervenkitzel der besonderen Art – leidenschaftlich, wild, bretterhart und kompromisslos besingen Jennifer Gervais und Damien Dausch das Ende der Welt, wie wir sie kennen. Brachiale Growls treffen auf die sinnliche Vocals einer Powerfrau; eine Mischung, die Szenegrößen wie ARCH ENEMY, mit denen die Band sich bereits die Bühne teilte, in nichts nachsteht.  DUST IN MIND stellen sich den Ängsten der Menschheit und führen den Hörer durch den Untergang sicher in eine neue Welt. Dabei verschließen die Modern Metaller ihre Augen auch nicht vor den Problemen der heutigen Gesellschaft: Ihre Songs handeln von emotionalen Höhen und Tiefen, lassen jedoch auch Themen wie Umweltschutz nicht außen vor. Ohne drohend den Finger zu heben, packen DUST IN MIND ihre Botschaften in packende Hooks und einprägsame Ohrwurm-Melodien:

Schon der Opener From Ashes To Flames gibt die Marschrichtung mit den lässigen Drums und den tiefgestimmten Gitarren vor, auf diesem gleiten die Stimmen der beiden Sänger zum eingängigen Rhythmus – ein Titel mit Hitpotential, der auch dem nachfolgenden „This Is The End“ gegeben ist. Ob nun mit druckvollen Grooves à la KORN wie etwa auf „Open Your Eyes“ oder ganz sanft und sphärisch wie der Titel „Grandma“: DUST IN MIND krempeln mit From Ashes To Flames die gesamte Szene komplett um und entzünden ein Feuer, welches sich nicht mehr löschen lassen wird. Ein wahrhaft heißer und melodischer Ritt, der den Funken im Nullkommanichts überspringen lässt! Wir haben das Album in digitaler Form vorliegen und verraten euch im Folgenden wie es uns gefallen hat.

Die Tracks:

Insgesamt 11 Tracks befinden sich auf dem neuen Album der Band aus Frankreich. Den Beginn macht der Titelsong des Albums From Ashes to Flames. Von Beginn an ertönen eingängige Schlagzeugsalven. Im Hintergrund ein Synthie. Bevor die Gitarren einsetzen. Schroff, aber sauber gespielt kommen sie daher. Dann setzt der Gesang von Jennifer Gervais ein. Ein klarer Gesang, gut verständlich. Der Song macht Spass, kommt richtig gut rüber. Hin und wieder ertönt der dunkle und unheilvolle Gesang  von Damien Dausch, und ist ein krasser Gegensatz zu der Stimme von Jennifer.Eine tolle Mixtur, der Song weckt die Laune, auf das was da noch vor uns liegt. Weiter geht es mit This is the End. Direkt von Beginn an überkommt mich eine Endzeitstimmung, eine unheilvolle Melodie ertönt, wieder ist der Gesang, klar und deutlich. Eine tolle Stimme, die jetzt ein wenig dunkler ist als im vorherigen Song. Der Song baut guten Druck auf. Der Song geht mir direkt ins Ohr. Im Mittleren Teil des Songs singt Damien erneut, diesmal ist der Gesang aber ebenfalls zu verstehen. Im weiteren Verlauf kommt ein zu einem Duett, welches mit richtig gut gefällt. Die dunkle Stimme von Damien mit der hellen Stimme von Jennifer geht richtig ab. Geiler Song. Weiter geht es mit Open Your Eyes und hierbei handelt es sich natürlich nicht um ein Cover der Guano Apes. Zu Beginn schrebbelt eine Gitarre aus den Boxen, Nach etwa 20 Sekunden geht der Song richtig ab. Eingängige Gitarrensalven und ein klasse Beat ballert mir entgegen. Diesmal bekommen wir coole Shoutingparts von Damien serviert. Die Gitarren sind dreckig und brachial. Der Gesang energiegeladen und einfach toll. Obwohl alle 3 Songs bislang sehr energiegeladen waren, hat jeder doch eine ganz andere Klangfarbe und verursachen eine ganz eigene Atmosphäre. The Point of no Return ist der 4. Song auf dem Album, in den ersten Sekunden denkt man, das nun die erste Ballade kommt. Pustekuchen nach 20 Sekunden nimmt der Song eine krasse Wendung. Der Song hat vereint Crossover Elemente mit Metal Core Shoutings. Im Kontrast zu den Shoutings die tolle Stimme der Frontfrau. Ein explosiver Cocktail, der es in sich hat. Der Song istdunkel, aber kommt mit einer gewaltigen Power daher. Wer hier ruhig auf dem Stuhl sitzen bleibt ist entweder taub oder auf dem Stuhl festgeklebt. Als fünfter Song bekomme ich Another Dimension zu hören. Doublebass, ein Synthie und Gitarren führen in den Song ein, als der Gesang von Jennifer einsetzt, wird der Song etwas ruhiger. In diesem Song ist der Gesang von Damien ebenfalls um einiges höher und bei weitem nicht so dunkel wie zuvor. Es ist der bislang ruhigste Song auf dem Album, aber dennoch besetzt er eine Menge Energie und reisst mich förmlich mit. Ich schliesse meine Augen und lasse des Song auf mich wirken. Ganz klarer Anspieltipp. Hört euch den Song an. Er ist richtig genial. Kommen wir zu Day O – Der Song beginnt düster, sehr düster. Eine unheimvolle und ruhige Melodie, ein monotones Schlagzeug, Mit knapp unter 3 Minuten ist es ein sehr kurzer Song, er hat in dem Sinne keinen Text, dennoch oder vielleicht auch genau aus diesem Grund und baut eine tolle Atmosphäre auf und läutet den zweiten Teil des Albums ein. My Quest for Recognition ist wieder druckvoller. Der Gesang von Jennifer ist verhältnismäßig dunkel. In dem Song steckt viel Gefühl. Die Duettparts gehen mir persönlich richtig unter die Haut. Der Song verändert sein Tempo einige Male und dadruch wird der Song extrem interessant, und verursacht verschiedene Stimmungen. Der nächste Song A New World beginnt mit einer tollen Gesangseinlage von Jennifer. Die Instrumente stehen im Hintergrund. Erst als die Stimme von Damien einsetzt, drehen die Instrumente auf und innerhalb eines Bruchteils einer Sekunde baut der Song richtig Energie auf, jedoch nur solange er singt. Sobald Jennifer wieder beginnt, verändert sich auch die Atmosphäre des Songs und es wird wieder ruhiger. I’ll never forget ist mal ein richtiges Brett. Der Song beginnt richtig druckvoll, der Gesang von Damien, der in diesem Song den größten Part singt ist dunkel und agressiv. Dieses Stück hat sich bei mir richtig im Ohr festgesetzt, der nächste Anspieltipp. Der Song hat seine gesamte Dauer richtig viel Power und kaum hat man sich die eingängige Melodie eingeprägt ist der Song auch schon fast wieder vorbei. Schade, der Song hätte von mir aus gerne noch eine weitere Minute bekommen können, denn er ist richtig klasse. So ended der Song jedoch nach 3:28 Minuten und mit Siana beginnt bereits der vorletzte Track des Albums. Die ersten Klänge des Songs werden von einer Gitarre bestimmt, dann setzt das Schlagzeug ein. Der Gesang von Jennifer ist recht tief und bestimmt. Dann das Shouting von Damien. Auch bei diesem Song kann man nicht ruhig sitzen bleiben. Beweg deinen Arsch, lass dich von dem Track mitreissen. In dem Song gibt es eine kleine Verschnaufpause, diese ist allerdings nur von kurzer Dauer, dann nimmt er wieder fahrt auf und und bohrt sich in das Ohr. Dort hat sich der Song bei mir auch schon seit Tagen festgesetzt. Kommen wir zum letzten Song des Albums. Grandma heisst er, ein Klavier und eine Bassdrum läuten bestimmen den Song. Es ist ein ehr ruhiges Stück. Sehr emotional einfach schön. Wie auch Day O besitzt auch dieser Track keinen Text. Wirkt aber trotzdem. Ein toller ruhiger Ausklang eines erfrischend neuen Albums von Dust in Mind.

Fazit:

Dust in Mind haben die Latte mit Ihrem letzten Album Oblivion aus dem Jahre 2017 extrem hoch gelegt. Dementsprechend hoch sind Erwartungen an das neue Werk des Strasbourger Quintetts. Diesen Erwartungen wird Dust in Mind jedoch vollends gerecht. Das gesamte Album ist rund und ein stimmiges Werk. Es macht Spass. Richtig gelungen sind die vielen Stimmungswechsel und die verschiedenen Stimmlagen von Jennifer und Damien sind wirklich beeindruckend, und wirken klasse.

Wenn mich jemand fragen würde, was für eine Musik Dust in Mind machen, würde es mir sehr schwer fallen das in ein Wort zu fassen. Metal Core, Crossover, Rock? Vieles ist vertreten, aber wen interessiert das schon: Fakt ist, das Album ist richtig gut geworden, und hat extrem viel Potential. Einige Songs würde ich unheimlich gerne live erleben. Wir können diesem Album eine ganz klare Kaufempfehlung ausstellen.

Dust in Mind – From Ashes to Flames

Veröffentlichung: 19.10.2018 – darkTunes Music Group
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