CD-Review: Relinquished – Addictivities (Part.1)

Seit mehr als 15 Jahren stehen die Tiroler Extreme-Metaller von Relinquished auf der Bühne und melden sich, treffend zu ihrem Jubiläum im Januar 2019, mit ihrem neuen, dritten Album Addictivities (Part 1) zurück. Damit haben Sie ein Werk erschaffen, das mit seiner Fusion aus Death-/Black-Metal und Progressive-Metal die Band von ihrer bisher rauesten und düsteren Seite zeigt. Thematisch dreht sich der erste Teil des dreiteiligen Konzeptalbums um den drogensüchtigen Protagonisten Daniel

Sechs Jahre nach Relinquished’s zweitem, regulären Studioalbum „Onward Anguishes“ erscheint das neue Album. Eine lange Zeit, welche die Musiker jedoch dazu genutzt haben, um das neue Songmaterial zu perfektionieren und somit ein Ergebnis vorzulegen, das die Band rauer, härter und kompromissloser denn je erklingen lässt. So lassen die tiroler Jungs auf „Addictivities (Part 1)“ Einflüsse aus dem Black-Metal Genre in ihren Sound einfließen, was sich bereits in den ersten Momenten des Openers überdeutlich zeigt.

Die Tracks:

Mit insgesamt 9 Songs erzählen Relinquished eine in sich geschlossene Geschichte, die sich durch das Album zieht.

Der Opener Expectations beginnt mit einem leisen Gitarrensolo, schnell gefolgt vom flüstern der ersten Zeilen. Der ganze Song hat ein sehr geheimnisvollen Klang und ist mit 7:54 Minuten eins der längsten Lieder des Albums. Bundle of nerves beginnt auch mit einem Gitarrensolo, der Hörer wird aber schneller mit Screaming und wilderen Riffs konfrontiert. Der dritte Song Avalanche of impressions ist eins der ruhigeren Lieder. Während der vierte Song Pulse nur aus vibrirendem Bass besteht und damit einen echten Puls nachstellt, sind im fünften Song Damaged for good wieder Growling und melodische Riffs zu hören. Der Song Syringe soll mit seinem Wechselspiel aus harten und schnellen Passagen den Alltag des Suchtkranken auf dem Weg zur Heilung darstellen. Der Song Zero ist in der Geschichte der absolute Tiefpunkt, meiner Meinung nach auch einer der Black-Metal lastigsten Songs auf dem Album. Into the Black als vorletzter Song auf dem Album, ist erneut voll mit viel geheimnisvollem und bösem Flüstern bis zum aufpeitschenden Mittelteil. Der letzte Song Void of my ashen Soul schließt den Kreis zur Geschichte des Debütalbums Susanna Lies In Ashes und ist sehr rythmisch zusammenhängend zwischen Text und Musik. Der Song endet mit den Zeilen „In Ashes she lies“.

Mein Fazit:

In Addictivities (Part.1) erzählen Relinquished die Vorgeschichte zu Ihrem Debütalbum und bringen das Leben des drogensüchtigen Protagonisten Daniel mit Ihrer Musik zum Ausdruck. Das Album ist ein bunter Mix zwischen Death, Progressive und Black Metal. Wer diese Richtungen mag sollte auf jeden Fall mal reinhören.

Relinquished – Addictivities (Part.1)

Veröffentlichung: 25. Januar 2019 – NRT-Records (Believe)
Links zu Relinquished: Homepage | Facebook
Das Album könnt ihr hier vorbestellen: Audio CD | Digital Download