CD-Preview: Orden Ogan – Gunmen

Die Power Metal-Band Orden Ogan zieht auf ihren neuen Studioalbum Gunmen schneller als ihr Schatten! 10 Mal auf die 12 – und das mit einer Frische und Selbstverständlichkeit, wie sie nur sehr selten zu finden ist. Seit dem letzten Studioalbum Ravenhead tourten Orden Ogan nicht nur als Support von HammerFall und später Powerwolf durch ganz Europa, sondern begaben sich mit großen Erfolg auch erstmals als Headliner auf Tour. Ravenhead stieg in Deutschland auf Platz 16 der Albumcharts ein und hielt sich ganze vier Wochen in den Top 100. Mit Gunmen setzt die Band um Sänger/Gitarrist Seeb Levermann nun noch eins drauf: Melodischer, aber gleichzeitig härter denn je, bahnen sich die 10 neuen Hymnen erbarmungslos ihren Weg in die Gehörgänge. Gunmen zeigt ORDEN OGAN in Höchstform. Am 07.07.2017 erscheint das neue Album von Orden Ogan. Pixelreisne, hat das neue Album bereits für euch gehört.

Die Tracks:
Los geht es direkt mit dem Titelsong. Gunmen beginnt druckvoll und episch. Ein Orchester spielt im Hintergrund und im Vordergrund bauen sich Schlagzeug und Gitarren auf und bahnen und den Weg in das neue Album von Orden Ogan. Nachdem das Intro vorbei ist legt der Song mit einer Leadgitarre und einer donnernden Doublebass los. Der Gesang Seeb erschallt. Erinnert er in dem Song ein wenig an hansi Kürsch von Blind Guardian, so ist das bestimmt nicht das schlechteste Prädikat, was man hier vergeben kann. Eine tolle Powermetal Hymne als Opener für die neue Scheibe, macht Freude auf die anderen 9 Songs des Albums. Fields of Sorrow geht ebenfalls steil nach vorne. Mit harten Gitarren und einem tollen Drumset geht es los. Der Gesang in diesem Song ist etwas ruhiger. Und beherbergt im Refrain etwas Chorales. Der Song geht auf jeden Fall richtig gut ins Ohr und birgt die Gefahr das er sich nicht mehr verflüchtigt .. ich summe die Melodie nun schon einige Tage.Als nöchstes folgt Forlorn and Forsaken. Wie schon Eingangs erwähnt, bekommt der Hörer keine Pause, keine Erholung. Es bleibt druckvoll. Doublebass und melodische Gitarren beherrschen dieses Album. Und doch klingt jeder Song anders. Dieser Song erinnert ein wenig an Grave Digger. In dem Song sind tolle Gitarren Soli verpackt. Mir macht der Song richtig Spass. Vampire in Ghost Town, ebenfalls ein sehr druckvoller Song. Der Song will einfach nur so laut wie möglich durch die Lautsprecherboxen dieser Welt in die Ohren seiner Rezipienten gelangen. Um dort möglichst lange zu persistieren bedient sich der Song einer extrem eingängigen Melodie. Ich frage mich gerade ernsthaft, wann ich das Album aus meinen Ohren raus bekomme … das könnte durchaus einige Zeit dauern. Nun folgt ein in meinen Augen ganz besonderer Song. Orden Ogan zusammen mit Liv Kristine. Ehemalige Sängerin der Leaves’ Eyes. Come with me to the other side heisst der Song. Der Song beginnt sehr gefühlvoll und fast ein wenig romatisch. Im Hintergund Streicher und eine Akkustisk Gitarre. Livs Stimme, ertönt engelsgleich. Na haben Orden Ogan hier Ihr Versprechen, ein Album ohne Balladen abzuliefern etwa gebrochen? Ne, Pustekuchen, denn nach etwa 50 Sekunden, verändert der Song seine Atmosphäre. Der Song ist sehr abwechslungsreich. Livs Stimme paast herrlich und zusammen mit dem Chor während des Refrains und den Gesangsparts von Seeb, erschafft der Song plötzlich und ohne Vorankündigung neue Atmosphären. Richtig geil, das freut das Metalohr. The Face of Silence beginnt, ebenfalls sehr ruhig. Allerdings düsterer als der vorangegangene Song. Als nach 20 Sekunden die Leadgitarre einsetzt und die Drums den Song untertsützen, nimmt der Song radikal an Energie auf. Und dennoch befindet sich sehr viel Gefühl in dem Song, Ein Wechselbad der Gefühle. Eine tolle Battle Hymne. Ein wahrer Ohrwurm, der zum mitsingen animiert. We are the Face of Silence. Ich freue mich darauf den Song bald live zu erleben, das ist sicher.  Ashen Rain ist ein kraftvolles Brett. Eine imposamte epische Melodie, mit einem tollen Chorgesang, gepaart mit harten und geradlinigen Gitarren. Einige dominante Gesangsparts von Seeb machen auch diesen Song sehr abwechslungsreich. Bewegt sich der Song zwischen Sprechgesang und und Chorälen. Fabrizierte er mir beim ersten hören eine Gänsehaut die es in sich hatte. Down here (Wanted: Dead or Alive) ist der 8. Song des neuen Albums. Ein richtig genialer Power Metal Song. Auch hier wird sich wieder einem Chorgesang bedient, die Doublebass zieht sich durch den gesamten Song. Auch dieser Song ist wahrlich eine Metal Hymne und hat Potential enormes Ohrwurmpotential. Leider ist der Song mit seinen 3:15 Gesamtlänge der kürzeste auf dem Song. Er hätte durchaus noch 1 – 2 Minuten vertragen können. Aber es kommt ja noch mehr. One Last Chance zum Beispiel. Dieser Song ist definitiv einer meiner Lieblinge auf dem Album. Hart, direkt und ohne Kompromisse geht der Song einfach steil nach vorne. Letzte Chance, wer in diesen 5 Minuten nicht seinen Arsch bewegt und die Haare zum schwingen bringt, dem ist wohl wirklich nicht mehr zu helfen. So kommt das Album mit Finis Coronat Opus schon zum letzten Song. Allein vom Namen her erwartet man nun etwas besonderes. Etwas episches … etwas mächtiges. Doch der Song beginnt erstmal sehr ruhig. Zunächst ein verzerrter Gesang. Dann setzt das Saiteninstrument ein. Immernoch sehr ruhig. Aber nach 23 Sekunden bricht die Welle über uns hinein. Der Song läst die Bombe platzen. Die Doublebass erschallt und und die Gitarren spielen Riff um Riff. Mit einer Gesamtlänge von beinahe 9 Minuten hat der Song die Möglichkeit verschiedenste Atmosphären und Tempi zu beheimaten. Definitiv der abwechlsungsreichste Song auf dem Album. Der Song ist richtig gut, allerdings hätte ich mir noch etwas mehr den Wow-Effekt gewünscht.

Fazit: 
Orden Ogan schaffen es mit ihrem neuen Werk Gunmen, ein Album abzuliefern, welches keine einzige Ballade beinhaltet. Alle Songs sind enorm energetisch. Trotz dieser Tatsache sind alle Sngs sehr abwechslunsgreich und bewegen sich Atmosphärisch zwischen Blind Guardian und Grave Digger. Da ich beide Bands sehr mag und schätze, gefällt mir der Mix richtig gut, und das Album wird definitiv einen festen Platz in meiner Playlist erhalten, das steht fest. Wir können den geneigten Lesern unseren Webzines eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen, wenn Sie auf Powermetal stehen. Denn das versteckt sich auf dem Album, eine Power Metal Hymne nach der anderen. Wir sind uns sicher, das die Songs live richtig gut ankommen werden und die Band mit diesem Album Ihren Weg nach oben konsequent weiter gehen werden.

Orden Ogan – Gunmen
Veröffentlichung: 07.07.2017 – AFM Records
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Das Album könnt ihr hier vorbestellen: Digipack + Bonus DVD